Von der Diagnose „unheilbar“ bis zur erfolgreichen Repigmentierung
Meine ganz persönliche Geschichte mit Vitiligo
Peter
Gründer von VitiligoShop
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie belastend das Leben mit Vitiligo sein kann. Oft begleitet einen die Unsicherheit, ob andere die weißen Hautstellen bemerken – ob Blicke auf den Händen liegen oder ob man sich erklären muss, obwohl man das eigentlich gar nicht möchte.
Und dazu kommt dieser tägliche Blick in den Spiegel, manchmal verbunden mit der Sorge, dass neue Stellen dazukommen.
Gleichzeitig habe ich gelernt, wie viel Hoffnung selbst kleine Veränderungen geben können. Der Moment, in dem die ersten braunen Punkte auf der Haut sichtbar werden, ist für viele Betroffene etwas ganz Besonderes. Plötzlich entsteht wieder das Gefühl, dass sich etwas verändern kann – selbst dann, wenn man innerlich schon fast aufgegeben hatte.
Bei mir begann alles im Jahr 2016, in einer emotional sehr belastenden Zeit voller Stress und persönlicher Herausforderungen. Die ersten weißen Flecken traten an meinen Fingern und im Intimbereich auf. Mit der Zeit breiteten sie sich auch auf Knie und Schienbeine aus.
Gerade deshalb ist es mir heute wichtig, Menschen mit Vitiligo nicht nur Produkte anzubieten, sondern auch Verständnis, Orientierung und Unterstützung.
Wie viele Betroffene habe ich zunächst ärztlichen Rat gesucht. Die Rückmeldungen waren damals jedoch sehr ernüchternd:
„Dagegen kann man nichts tun. Sie müssen lernen, damit zu leben – Vitiligo wird sich weiter ausbreiten.“
Diese Aussage konnte und wollte ich so nicht akzeptieren.
Die Suche nach einer Lösung, die es angeblich nicht gab
Ich habe unzählige Stunden mit Recherchen verbracht, medizinische Studien gelesen und mich mit Menschen weltweit in Foren ausgetauscht. Mein Ziel war klar: Ich wollte verstehen, ob es Wege gibt, das Fortschreiten von Vitiligo zu stoppen und eine Repigmentierung zu unterstützen.
In dieser Zeit habe ich mein Leben Schritt für Schritt verändert – mit weniger Stress, mehr Bewegung und verschiedenen Ansätzen, die ich ausprobiert habe.
2018 gelang es mir schließlich, das Fortschreiten meiner Vitiligo zu stabilisieren. Dabei spielten ein gesünderer Lebensstil, Sport, Sauna, Kälteanwendungen sowie ausgewählte Vitamine und Antioxidantien eine Rolle.
Die größte Herausforderung blieb jedoch die Repigmentierung – lange Zeit passierte sichtbar kaum etwas.
Der Wendepunkt
Ein entscheidender Moment war der Austausch in einer privaten Facebook-Gruppe. Dort stieß ich erstmals auf die Kombination aus topischer Behandlung, zum Beispiel Protopic, und gezielter UVB-Lichttherapie.
Diese Form der Lichttherapie kann die Aktivität der Pigmentzellen in der Haut gezielt unterstützen.
Mit einer UVB-Lampe und während eines zweiwöchigen Aufenthalts auf Mallorca begann ich schließlich, erste sichtbare Ergebnisse zu erzielen – insbesondere an den Beinen, im Knie- und Schienbeinbereich.
Nach fast drei Jahren hatte ich erstmals das Gefühl, echte Fortschritte zu sehen.
Heute: Stabiler Zustand und Erhaltungsphase
Heute bin ich an den meisten betroffenen Stellen repigmentiert. Lediglich an den Fingern ist die Repigmentierung weiterhin schwierig – ein Bereich, der allgemein als besonders schwer behandelbar gilt.
Wichtiger als alles andere: Meine Vitiligo befindet sich seit 2018 in einem stabilen, ruhigen Zustand.
Aktuell konzentriere ich mich vor allem auf den Erhalt dieses Ergebnisses.
Zur Unterstützung nehme ich gelegentlich Nahrungsergänzungen und halte an meinem gesunden Lebensstil fest, den ich damals aufgebaut habe.
Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen
Ich habe meine Erfahrungen, Routinen und die Schritte, die mir persönlich geholfen haben, dokumentiert. Die Idee dahinter ist einfach: Niemand sollte bei diesem Weg bei null anfangen müssen.
Meine genaue Behandlung – Schritt für Schritt erklärtVom persönlichen Erfolg zur Unterstützung anderer
Wie aus meinen eigenen Erfahrungen Vitiligo-Shop und die Vitistop Produkte entstanden sind
Die positiven Veränderungen in meinem eigenen Leben haben mich 2019 dazu motiviert, Vitiligo-Shop zu gründen – mit dem Ziel, meine Erfahrungen und Ansätze mit anderen Betroffenen zu teilen.
Mit der Zeit haben sich immer mehr Menschen gemeldet, die ähnliche Fortschritte gemacht haben. Das hat mich darin bestärkt, diesen Weg weiterzugehen und Strukturen zu schaffen, die für andere nachvollziehbar sind.


2020 kam es zudem zu einer Zusammenarbeit mit der Firma Dr. Hönle, einem Hersteller medizinischer UVB-Geräte, im Bereich Vertrieb und Service.
Die Entwicklung der Vitistop Produkte
Vitistop Tabletten (2021)

Die Idee war, eine einfache Lösung zu schaffen, die verschiedene einzelne Nahrungsergänzungen sinnvoll kombiniert.
Gemeinsam mit dem Unternehmen Greenpharm entstand so ein Produkt, das Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien in einer abgestimmten Formel vereint.
Vitistop Gel (2023)

Trotz erfolgreicher UVB-Therapie blieb die Frage: Lässt sich die Behandlung sinnvoll unterstützen?
Über zwei Jahre wurde deshalb ein Gel entwickelt, das die Lichttherapie ergänzen soll.
In Tests zeigte sich, dass sich bei regelmäßiger Anwendung in Kombination mit UVB-Behandlung auch empfindliche Hautbereiche innerhalb weniger Monate verändern können.
Besonders interessant war dabei die Beobachtung, dass sich Pigmentveränderungen häufig an Stellen mit Haarfollikeln zeigen – ein Hinweis auf die Rolle von sogenannten Pigmentreservoirs in der Haut.
Beobachtung während der Entwicklung von Vitistop Gel
Interessant war dabei vor allem die Beobachtung: Pigmentveränderungen zeigten sich häufig an Stellen mit Haarfollikeln. Das passt zu der Annahme, dass Haarfollikel als eine Art Pigmentreservoir in der Haut dienen können.
Gerade Bereiche wie die Finger gelten allgemein als besonders schwierig, da dort weniger Haarfollikel vorhanden sind und die Repigmentierung oft langsamer oder nur teilweise verläuft.
Eine persönliche Mission
Was als persönliche Suche begann, wurde mit der Zeit zu einer klaren Mission: Erfahrungen weiterzugeben und anderen Betroffenen Hilfe anzubieten.
Es ging nie nur darum, ein Unternehmen zu gründen, sondern darum, einen strukturierten Ansatz zu teilen, der aus eigener Erfahrung entstanden ist.
Alles Gute auf Ihrem Weg wünscht Ihnen
Peter
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