Der Behandlungsansatz bei Vitiligo, der mir persönlich geholfen hat

Dies ist der Behandlungsansatz bei Vitiligo, der mir persönlich geholfen hat, bei meiner eigenen Vitiligo eine Repigmentierung zu erreichen, und den ich durch jahrelange praktische Erfahrung mit Vitiligo-Patienten bestätigen konnte.

Derzeit gibt es keine bessere Behandlungskombination. Dieser Ansatz kombiniert verschreibungspflichtige Medikamente, einen Booster für die Lichttherapie sowie ein Nahrungsergänzungsmittel, das die Repigmentierung unterstützen und das Fortschreiten der Vitiligo von innen heraus bremsen soll. UVB-Licht oder natürliches Sonnenlicht ist dabei jedoch der entscheidende Faktor. Ohne Licht setzt die Neubildung von Pigment nicht ein.

Die Neubildung von Pigment wird durch eine wiederholte, kontrollierte, leichte Reizung der Vitiligo-Stellen angeregt. Die Haut muss leicht rosafarben werden – das sogenannte Erythem. Dadurch werden im Körper Prozesse ausgelöst, die die Rückkehr der Pigmentierung unterstützen.

Aktuell gibt es nichts Besseres auf dem Markt.

Was viele Menschen unterschätzen, ist die Bedeutung eines gesunden Lebensstils. Da Vitiligo eine Autoimmunerkrankung ist, ist es sehr wichtig, auf die allgemeine Gesundheit zu achten und das Immunsystem auch auf natürliche Weise zu unterstützen. Bei Vitiligo ist das Immunsystem fehlreguliert und greift die körpereigenen Pigmentzellen an. Mir persönlich hat es sehr geholfen, meinen Lebensstil zu verbessern und regelmäßig in die Sauna zu gehen, Kälteanwendungen zu machen und Sport zu treiben. Ganz ehrlich: Viele Menschen, bei denen die Behandlung nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht hat, haben begleitend keinen gesünderen Lebensstil umgesetzt.

So unterstützen die Produkte in unserem Behandlungsprotokoll die Behandlung von Vitiligo:

Opzelura – Wirkung:
Opzelura ist eine verschreibungspflichtige Creme mit dem Wirkstoff Ruxolitinib. Sie reduziert die entzündlichen Immunprozesse, die bei Vitiligo eine Rolle spielen, und hilft so, das Immunsystem daran zu hindern, Pigmentzellen anzugreifen. Dadurch entstehen bessere Voraussetzungen dafür, dass sich Melanozyten erholen und die Repigmentierung beginnen kann – insbesondere in Kombination mit UVB-Licht.

Protopic – Wirkung:
Protopic enthält Tacrolimus und ist eine verschreibungspflichtige topische Behandlung, die hilft, die lokale Immunreaktion in der Haut zu beruhigen. Es wird häufig an empfindlichen Stellen wie im Gesicht, am Hals oder im Intimbereich eingesetzt, wo stärkere Behandlungen nicht immer geeignet sind. Es unterstützt die Repigmentierung, indem es Melanozyten schützt und die anhaltende Autoimmunaktivität verringert.

Vitistop Gel – Wirkung:
Vitistop Gel wirkt als Booster für die Lichttherapie. Es hilft der Haut, besser auf UVB-Licht oder Sonnenlicht anzusprechen, wodurch die Behandlung schneller und wirksamer verlaufen kann. Seine Aufgabe ist es, die Wirkung der Phototherapie zu verstärken und die kontrollierte Hautreaktion auszulösen, die notwendig ist, um die Neubildung von Pigment anzuregen.

Vitistop Tabletten – Wirkung:
Vitistop Tabletten sind ein Nahrungsergänzungsmittel, das die Repigmentierung von innen heraus unterstützen soll. Sie liefern eine gezielte Nährstoffversorgung, die dazu beitragen kann, Pigmentzellen vor oxidativem Stress zu schützen, die normale Hautfunktion zu unterstützen und bessere Voraussetzungen im Körper für den Repigmentierungsprozess zu schaffen.

UVB-Lampe / natürliches Sonnenlicht – Wirkung:
UVB-Lichttherapie oder kontrolliertes natürliches Sonnenlicht ist der entscheidende Auslöser für die Repigmentierung. Es stimuliert die Melanozyten, unterstützt die Wanderung von Pigmentzellen in depigmentierte Hautbereiche und regt die Neubildung von Melanin an. Ohne regelmäßige und kontrollierte Lichteinwirkung beginnt die Repigmentierung in der Regel nicht.

Dr. Michael Scheibenreif

Behandlungsleitfaden für Erwachsene (18+)

ZeitpunktBehandlungAnwendungPraktischer Hinweis
Morgens Vitistop Tabletten Jeden Tag nach dem Frühstück 1 Tablette mit Wasser einnehmen
Abends Protopic 0,1 % Creme / Opzelura™ Creme* Jeden Abend vor dem Schlafengehen Eine dünne Schicht auf die betroffenen Hautbereiche auftragen
Tag der Phototherapie Vitistop Gel 30 Minuten vor der Bestrahlung Sanft in die depigmentierten Stellen einmassieren
Phototherapie UVB-Lampe (311 nm) / Sonnenlicht 2–3 × pro Woche Bestrahlen, bis eine leichte Rosé-Rötung auftritt

Behandlungsleitfaden für Kinder (≤ 17 J.)

ZeitpunktBehandlungAnwendungPraktischer Hinweis
Morgens Vitix Tabletten Jeden Tag nach dem Frühstück 1 Tablette mit Wasser einnehmen
Abends Protopic 0,03 % Creme / Opzelura™ Creme** Jeden Abend vor dem Schlafengehen Eine dünne Schicht auf die betroffenen Hautbereiche auftragen
Tag der Phototherapie Vitistop Gel 30 Minuten vor der Bestrahlung Sanft in die depigmentierten Stellen einmassieren
Phototherapie UVB-Lampe (311 nm) / Sonnenlicht 2–3 × pro Woche Bestrahlen, bis eine leichte Rosé-Rötung auftritt

* Protopic 0,1 % Creme und Opzelura™ Creme haben in der Praxis eine vergleichbare Anwendungshäufigkeit und Wirkstärke.

** Opzelura™ ist in Deutschland ab 12 Jahren zugelassen; bei Kindern unter 12 Jahren bitte ausschließlich Protopic verwenden und die Dosierung mit der behandelnden Dermatologin oder dem behandelnden Dermatologen abstimmen. Sowohl Opzelura™ als auch Protopic® sind verschreibungspflichtig.

Anleitung zur NB-UVB-Phototherapie

Die NB-UVB-Phototherapie erfordert in der Regel mehrere Monate konsequenter Anwendung. Das Ansprechen kann je nach Körperstelle unterschiedlich ausfallen. Bereiche wie Gesicht oder Rumpf sprechen häufig besser an, während Finger, Hände, Füße oder knöcherne Bereiche meist mehr Geduld und eine besonders konsequente Behandlung erfordern.

1. Vorbereitung

Tragen Sie Vitistop Gel auf die depigmentierten Hautstellen auf und warten Sie 30 Minuten vor der Bestrahlung.

Verwenden Sie am selben Tag entweder eine UVB-Lampe oder natürliches Sonnenlicht als Lichtquelle – nicht beides.

2. Empfohlene Anfangsbestrahlung

Handgeführte NB-UVB-Lampe:
Erwachsene beginnen häufig mit etwa 20–30 Sekunden.
Kinder beginnen in der Regel vorsichtiger, zum Beispiel bei etwa 15 Sekunden.

Natürliches Sonnenlicht:
Ein vorsichtiger Einstieg liegt häufig bei etwa 5 Minuten direkter Sonneneinstrahlung auf die betroffenen Hautstellen.

3. Schrittweise Anpassung
  • Keine Reaktion: Die Bestrahlungszeit bei der nächsten Sitzung vorsichtig um etwa 20 Sekunden erhöhen.
  • Leichte rosafarbene Reaktion: Dies ist in der Regel die gewünschte Reaktion – die gleiche Bestrahlungszeit beibehalten.
  • Starke Rötung oder Brennen: Die Behandlung pausieren, bis die Haut abgeheilt ist, und danach die Bestrahlungszeit reduzieren.

Behandlungsziel: eine leichte rosafarbene Reaktion, die etwa 6–8 Stunden nach der Bestrahlung auftritt und innerhalb von etwa 24 Stunden wieder abklingt. Dies spricht in der Regel dafür, dass die Dosis im therapeutischen Bereich liegt.

Durchschnittliche Bestrahlungszeiten: In der Regel etwa 3–4 Minuten mit der UVB-Lampe und etwa 15–20 Minuten bei natürlichem Sonnenlicht.

 

Führen Sie die Phototherapie 2–3-mal pro Woche durch und lassen Sie zwischen den Sitzungen mindestens 48 Stunden Abstand.

Wichtige Sicherheitshinweise

  • Vermeiden Sie zusätzliche intensive Sonnenexposition, wenn am selben Tag bereits eine NB-UVB-Behandlung durchgeführt wurde.
  • Pausieren Sie die Behandlung bei starker Rötung, Brennen, Blasenbildung oder anhaltender Reizung.
  • Erhöhen Sie die Bestrahlungszeit niemals zu abrupt, besonders nicht an dünnen oder empfindlichen Hautstellen.
  • Prüfen Sie mögliche photosensibilisierende Medikamente, wenn die Haut stärker reagiert als erwartet.

Häufige Fehler zu Beginn der Behandlung

  • Unregelmäßige Phototherapie-Sitzungen – bei längeren Unterbrechungen verliert die Behandlung an Kontinuität.
  • Zu frühes Abbrechen der Behandlung, oft bevor überhaupt eine sinnvolle Behandlungsdauer von mindestens 3 Monaten erreicht wurde.
  • Zu schnelle Steigerung der Bestrahlungszeit oder fehlende Beobachtung der leichten rosafarbenen Hautreaktion.
  • Unregelmäßige Anwendung unterstützender topischer Produkte oder innerer Ergänzungen.

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